Was ist der Mensch? Und was kann und will er sein? Pablo Picasso setzte sich in seinen Werken intensiv mit dem Menschen in all seinen Facetten auseinander - und das im wahrsten Sinne des Wortes. Er fragmentierte den menschlichen Körper, zerlegte ihn in seine Einzelteile, reduzierte ihn auf geometrische Formen und baute ihn wieder neu zusammen. Der Gegenwartskünstler Andreas Rimpel knüpft an die Abstraktion und Vereinfachung des Kubismus an und haucht seinen Skulpturen zugleich ausdruckstarke menschliche Gefühle ein. So wirken mächtige, kalte Bronzestatuen leicht und verletzlich. Verwandlung des Menschen steht im Mittelpunkt dieser Ausstellung, die Picassos Radierungen zu Ovids Metamorphosen mit gegenwärtigen Fragen zu Identität und Fragilität des Menschen in Verbindung setzt.
links: Andreas Rimpel: „Der Grübler“, 2019, Bronze, 230 x 100 x 50 cm; rechts: Pablo Picasso: „Eaux-fortes pour les Métamorphoses d'Ovide“, 33 x 25 cm